Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 

Letztes Feedback


http://myblog.de/bine-en-camino

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Bericht Nummer 7, Bienvenidos a Montanita

Im Nachhinein bin ich wirklich froh, dass ich zuerst in Quito gewesen bin und dann nach Montanita gereist bin. Wenn es anderes herum gewesen wäre… ich wäre wohl in Montanita geblieben und hätte von Ecuador nichts anderes gesehen.

Nun kann ich es wirklich genießen hier und merke erst jetzt, wie viel mich an Quito, trotz all seinen Vorzügen, gegen Ende wirklich gestört hat. Diese Freiheit tun und lassen zu können, wann man möchte, ist einfach zu schön. Vor allem dieses ständige Taxi nehmen zu müssen, ging mir wirklich auf die Nerven. Aber ich hatte im Vergleich zu dem, was die anderen hier in Montania erzählt haben, wirklich Glück. Ich habe alles unbeschadet überstanden und bin immer noch „komplett“.

Sprachschule ist entspannt, ganz anders als in Quito. Hier ist das meiste in Englisch. Das ist natürlich nicht für jeden das Beste und eigentlich ist es auch nicht Sinn der Sache. Von dem her, ist es eigtnlich schlechter, aber für es hat beides was für sich. Ich war zwar in Quito überfordert in Spanisch „Bescheinigung für Bildungsurlaub wegen Steuer“ zu erklären, aber geschadet hat es mich auch nicht. Ich war hier in Montanita eigentlich eingeteilt in A1. Davor hatte ich brav meinen Einstufungstest gemacht und nachdem ich 5 min in meiner Klasse war, wurde ich wieder raus geholt. Nun bin ich A2 und es ist für mich eigentlich eine nette Wiederholung. Xavier hat einen noch besseren Job gemacht, als ich zuvor angenommen hatte. Ich könnte auch in B1 wechseln wenn ich möchte, aber ich möchte mich nun einfach nicht stressen. Ich habe für mich mein Ziel, was die Sprache angeht, erreicht und genieße es nun sehr, dass ich die Tage zuvor sehr fleißig gewesen bin. Ich wiederhole so für mich noch meine Vokabeln, freue mich etwas bekanntes wieder zu hören und versuche so viel wie möglich mit den Leuten hier zu reden. Das hilft mir eigentlich am meisten.

Das Glück mit guten Sprachlehrern habe jedoch auch hier wieder. Mein Grammatik Lehrer heißt Jorge, wie der Laufsteg-Trainer von Germany’s next topmodel. Aber er hat davon zum Glück gar nichts. Er ist Surfer und der Mitbewohner meiner Surflehrer. Meiner Konversationslehrerin ist eine etwas ältere Dame namens Verinicce und hat mir viel über die Geschichte Ecuadors, warum die Menschen an der Küste so klein und in Guayaquil so groß sind, kulturelle Unterschiede in Ecuador,… erzählt. Es ist wirklich spannend!!! Wen es interessiert, ich kann nun viel darüber berichten. Obwohl die Sprachschule insgesamt etwas „lockerer“ und wenn man Ehrgeiz hat möglichst schnell viel zu lernen auch etwas schlechter ist, gefällt es mir die Zeit zu haben wirklich auch was über die Menschen hier zu lernen. Abgesehen davon kann bei Schule mit Blick aufs Meer alles gar nicht so schlimm sein…;-)

Achja, surfen… Ich dachte, dass ich dekorativ mit so einem Ding, das alle Problemzonen verdeckt, unterm Arm am Stand entlang laufen kann.  Aber nix da! Ich schleppe und paddel in einem, wie ich finde, etwas unvorteilhaften „wetsuit“ Wellen entgegen, die mich jedes Mal irgendwie überrollen. Es ist sowas von anstrengend!!! Wer wissen möchte wie anstrengend, sucht sich einen Tisch oder ähnliches auf Schulterhöhe und versucht darauf möglichst schnell drauf zu klettern, liegend auf dem Bauch. Und danach aus dieser Position aus dem Liegen zum Stehen zu kommen. Und nun stellt euch das ganz auf einem wackeligen Surfbrett vor… Und nachdem das alles schief ging, gleich noch einmal. ABER: nach unzähligen Versuchen und immer wieder mit diesem Ding in Richtung Welle aufs Meer hinaus, ist es mir tatsächlich gelungen, zum stehen zu kommen. JAAA!!! Ich bin auf dem Brett gestanden, mit Welle!!! Es ist das Größte!!! Meine Knie sind voll und ganz lila bzw. mehrfarbig, meine rechte Hüfte ebenfalls, mit tut alles weh, ich habe unzählige Liter Wasser geschluckt,… aber ich kann es kaum erwarten, bis ich wieder weiter üben darf!!! Heute hatte einen kleinen Unfall...d.h. eine Begegnung mit  „aguamale“ bzw. Jellyfish. Unangenehm so am ganzen Arm muss ich zugeben, sehr unangenehm sogar. Aber ging alles wieder weg. Alles halb so wild. Gibt was schlimmeres.  Meine Surflehrer sind großartig. Einer davon hatte wohl wirklich etwas Mitleid mit mir. Ich bin zu klein um meinen Arm um dieses Brett zu legen und bekomme dieses Ungetüm kaum ins Wasser. Fabricio (oder so ähnlich&hellip kam mit dann freundlicherweise zur Hilfe. Er hat mich und mein Brett brav bis zur Stelle der guten Wellen gezogen und mir beim  „aufsitzen“ geholfen. Ja, schone in wenig peinlich für mich und notwendig war es auch eigentlich nicht, aber dagegen hatte ich auch nichts…;-) Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass die Wellen hier zum anfangen nicht so einfach sind. Ich finde ein bis zwei Meter viel. Zu Hochzeiten sind sie 4 Meter. Aber es macht wirklich Spaß und ich habe meine Liebe dafür entdeckt. Man kann sich körperlich total verausgaben und wird mit einem Gefühl belohnt, dass nicht in Worte zu fassen ist. So ruhig und entspannt, war ich noch nie. Wasser ist übrigens überraschend „warm“. Zudem ist es natürlich großartig auf der Ladefläche eines Pickups mit seinem Brett unterm Arm am Strand entlang zu fahren…

Montanita ist für mich immer noch eine Scheinwelt, obwohl ich herausgefunden habe, dass es hier wirklich so ist. „Hippie-Paradies“ finde ich das falsche Wort, denn abgesehen davon, dass ich nicht genau weiß, was mit „Hippie“ gemeint sein soll, klingt es irgendwie abwertend. Montanita ist ein sehr sicherer kleiner Ort, der ursprünglich unter einer großen Marihuana Wolke begraben war, bis die Surfer entdeckt habe, dass es hier großartig ist. Nun ist es eine Mischung aus allem. Urlauber, Surfer, ein paar Aussteiger, regem Nachtleben und v.a. freundlich, entspannt und bunt. Mittlerweile habe ich mich sehr gut hier eingelebt und meine „Plätze“ gefunden. Nachdem ich hier in einem der „Lebensmittel-Läden“/“Kiosk-Garage“ doch tatsächlich Instand Kaffee auftreiben konnte, welcher jedoch seit 2009 angelaufen ist (kann man mit der Milch ohne jegliche Angaben von Ablaufdatum (jedoch verdächtig) nach abkochen mit dem Wasser hier sehr gut trinken), war ich über den Fund eines kleinen Ladens, so mit richtiger Kaffeemaschine, so mit echten Kaffeebohnen, doch sehr glücklich. Der Kaffee kostet zwar so viel wie ein Mittagessen, aber ich brauche das ab und zu einfach. Mittagessen tue ich entweder irgendwas auf der Straße oder gönne mir für 1,50 $ mein „almuzera“, d.h. Mittagsmenü mit Suppe (warmes nassen irgendwas), Hauptgericht (Reis, irgendwas und irgendwas) und Saft (im Zweifel ebenfalls irgendwas). Gut ist sicher was anderes, und immer für eine Überraschung gut, aber es ist das günstigste hier und ich bin mittlerweile sehr anspruchslos geworden. Hauptsache satt. Was ich da immer so genau esse, weiß ich auch nicht so ganz genau (es ist jedoch kein Meerschweinchen!!!), aber ich finde es gar nicht so schlecht. Abends gibt’s dann immer gemütlich etwas „Schönes“ zum Essen. Die Cocktailbars/-hütten sind natürlich ein Traum und ich habe auch dafür meinen Lieblingsplatz gefunden. Mojito Maracuja bei Pietro…  me gusta!!! Ich bleib vorerst dabei… Und das mit Blick auf Meer…

Leider sind hier ein paar meiner Mitreisenden krank geworden. Entweder sie haben „Essens-Schwierigkeiten“ oder sind von wirklich merkwürdigen Mückenstichen/Ausschlägen geplagt. In Quito war das ähnlich. Mir geht es vom ersten Tag an bestens. Ich vertrage alles gut, habe keinerlei Schwierigkeiten und kann mich nicht beklagen. Schon irgendwie komisch. Daheim schießt mich eine Tütensuppe aus dem Leben und hier geht wirklich alles. Bin dafür wirklich sehr dankbar und erspart mir so einiges…;-)

Hier laufen viele Tiere einfach so auf der Straße rum. Eines Abends auf meinem Heimweg, kam von rechts eine Kuh. Ich war von ihr jedoch mehr überrascht, als sie von mir. Beim Surfen war plötzlich ein Pferd. Und natürlich Hunde, Hunde, Hunde,… Mir gefällt das total. Die Hunde hier sind eigentlich recht gesund und sehr angenehm. Ich mag es sehr, am Strand oder in einer Bar zu sitzen, an nichts zu denken und dann kommt ein Hund und legt sich zu mir. Hab natürlich auch schon meine Lieblinge gefunden und es macht immer wieder Freude sie wieder zu sehen. Ich würde so gerne einen mitnehmen… Aber ich denke, dass ich  v.a. den Hunden hier, die wirklich kein schlechtes Leben haben, sicher keinen Gefallen damit tun würde.

Wie meine weiteren Pläne sind, weiß ich noch nicht. Und mich stört das Gefühl momentan auch gar nicht, nicht zu wissen, wo ich in einer Woche sein werde. Wahrscheinlich wird es irgendwo sein, wo ich weiter surfen kann, bzw. so tun als ob. Montanita? Canoa? Salina? …? Mal sehen, welche „Welle“ der dummen Gedanken mich wo hin treibt… Bisher steht fest: Freitag GALAPAGOS ! ! ! Ja, das wird wirklich toll!!! Wenn ich die Mädels aus Quito davon überzeugen kann eine Ausflug nach Montanita zu machen, dann danach nochmal zurück. Dazwischen evtl. Guayaquil so dass ich sagen kann: ich war da, d.h. Foto von der wichtigsten Kirche machen und dann auch schon wieder weiter. Und dann habe ich eigentlich wirklich vor nach Canoa aufzubrechen. Aber wie schon gesagt, ich habe keine Ahnung…

 

Begebe mich nun nach Schule dann Surfen, dann wieder Schule, zum Salsa Kurs. Was für ein Stress... Hoffentlich bin ich danach noch fit genug für die Cocktail Street!!!

 

So viel zu Montanita. Ich kann es nur empfehlen!!! Ich werde nun den letzten Tag hier genießen, hoffentlich viel mitnehmen können und freue mich sehr auf Galapagos! Abfahrt Bus in Montanita 4.45 Uhr...

 

Ich wünsche allerseits eine tolle Woche, genießt euer Wochenende und nächste Woche werde ich dann von Schildkröten, Seelöwen,… berichten können.

 

Hasta luego!!!

9.11.11 23:53
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung