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Bericht Nummer 8, G A L A P A G O S ! ! !

Für diejenigen, die einfach nur schnell wissen möchten, ob alles gut ging und wie es war: es war großartig!!!

 

Für alle anderen, die es gerne etwas ausführlicher möchten…:

 

Meine größte Angst war eigentlich den Bus von Montanita nach Guayaquil zu verpassen. Abfahrt 4.45 Uhr. Zu früh. Ich hatte am Abend zuvor unserem Nachtwächter davon erzählt und ihm noch gesagt, dass ich ihm dann hoffentlich gegen 4.20 Uhr den Schlüssel geben werde. Am Freitagmorgen um 4.00 Uhr hat es dann an meiner Tür geklopft und er stand draußen um mich zu wecken damit ich nicht verschlafe. Das war wirklich toll!!! Ich weiß nicht, wie das ohne ihn gelaufen wäre…;-)

 

Busfahrt, Flug, usw. hat super funktioniert. Virginia saß auch brav schon im Flieger aus Quito und hat mich somit abgeholt. Am Flughafenauf Galapagos haben wir dann auch den einen Teil unserer Mitreisenden getroffen. Zwei Mädels/Frauen aus good old Alemania, eine Australierin, einen Iren, einen Herrn aus den USA. Nach Busfahrt, Fähre, Taxifahrt sind wir dann am Hafen unseres Luxusdampfers auch schon angekommen. Dort haben wir dann den Rest der Truppe kennengelernt. Falls jemand das Buch „Hummeldumm“ kennt, der kann sich dann so in etwa vielleicht vorstellen, was uns zwei die letzten Tage so wiederfahren ist, bzw. angetan wurde. Der Rest der Truppe war nämlich eine Familie, Kanadier, eine pubertierende arrogante Göre, eine superschlauer 12 jähriger und als Krönung der Schöpfung, mein ganz besonderer Liebling, „Kilan“, die mit Abstand wohl größte 7 jährige Nervensäge, die mir jemals begegnet ist.  Ich bin ja wirklich tolerant, aber dieses hyperaktive ADHS Kind… Ich könnte nun ewig über dieses Grauen schreiben, aber es gibt wichtigeres zu berichten!!!

Unser Schiff/Katamaran war wie erwartet nicht so besonders groß. Leider hatten wir etwas Pech mit der Kabinenzuteilung (jung und klein, bekommt auch kleine Kabine) und konnten somit in unserem Zimmerchen nicht stehen. Aber wir können nun alles in gebückter Haltung und ich muss sagen, man gewöhnt sich dran. Insgesamt haben 12 Passagiere auf dem Schiff Platz, plus Kapitän, plus, Koch, plus Guide und plus „Mädchen für alles“. Da kann es schon mal eng werden..;-) Aber ich war wirklich mit allem sehr zufrieden. Essen war phantastisch. Ob es daran liegt, dass ich mittlerweile nun wirklich keine Ansprüche mehr habe, oder daran, dass bei dem Anblick von Spaghetti nicht glücklicher sein könnte, weiß ich nicht. Jedenfalls gab es neben dem Klassiker Suppe, Huhn, Reis, Koriander durchaus mal was anderes.

Unser Guide, Pato, hat sich die größte Mühe gegeben, dass alles gut funktioniert. Neben den 7 „normalen“ Passagieren musste ja auch noch die „Familiy“ zusammengehalten werden. Der arme Kerl… Pato hat uns jeden Abend die Aktivitäten für den nächsten Tag berichtet und er hat wirklich nie übertrieben.

Am ersten Tag sind wir noch rund um San Cristobal gewesen und haben dort auf der Insel einen Rundgang gemacht. Der Weg hat uns neben vielen schwarzen Iguanas zu einer Felsenschlucht geführt, in der wir dann auch das erste Mal baden und schnorcheln konnten. Nicht super aufregend, aber ein netter Start. Pato hat viel über die Entstehung, warum und wieso das hier alles so ist… erzählt. Ich fand es sehr interessant und es ist nicht so schlecht zu wissen, warum der Stein schwarz ist und das Tier darauf ebenso. Am Abend sind wir dann das erste Mal „in See“ gestochen. Eine sehr wackelige Angelegenheit übrigens. Aber ich lag in meinem Bett und zusammen mit dem monotonen Motorengeräusch, war das das Beste für mich zum einschlafen. Es war so schön!!!

Tag 2: Ankunft Isla Isabella. Auf dem Weg zum vom Schiff zum Hafen habe ich meinen ersten Seelöwen gesehen!!! JAAA!!! Er schwamm immer neben und unter dem Boot entlang. Am Hafen haben sich dann seine Freunde schon entspannt am  Steg oder auf geparkten Booten gesonnt. Stress haben die wirklich nicht… Zwischendurch gähnt oder nießt mal einer, aber ansonsten lassen die sich durch nichts stören. Beneidenswert… Dann gings mit dem Taxi ein Stück in Richtung Insel-Mitte und dann kam das, worauf ich mich im Vorfeld schon so gefreut hatte: REITEN ! ! ! Rauf aufs Caballo und los in Richtung „Volcan Sierra Negra“. Bei Regen und Nebel sind wir gestartet und oben angekommen durfte ich meinen ersten Sonnenbrand in Empfang nehmen. Wie das dort mit den Klimazonen alles so genau funktioniert, habe ich bei Patos Spanglisch nicht ganz verstanden, aber ich finde es sehr beeindruckend. Ziel war der (laut Pato) zweitgrößte Vulkankrater der Welt. Er ist einfach riesig!!! Dank Pato weiß ich nun auch, dass schwarzer Stein, nicht gleich schwarzer Stein gibt, sondern dass es da Unterschiede gibt. Und ich muss zugeben, es ist schon verdammt interessant… Ich muss mich da mal noch genauer damit beschäftigen. Zurück ging es dann auch wieder hoch zu Ross und nachdem ich diesmal alles Erdenkliche versucht habe, so weit wie nur möglich von „Kilan“ fern zu bleiben, hatte ich auch eine wunderschöne Zeit. Ich dachte ja erst, dass mein Pferdchen etwas genervt von allem ist, weil es immer so grimmig geschaut hat, aber als ich dann meine Freiheit von dem Nervkind damit besiegelt habe, in dem ich mein Pferdchen dazu ermutigt habe, mal etwas schneller zu werden, blühte es richtig auf!!! Einmal richtig Gas geben hat uns beiden wirklich gut getan. Angeblich können die Pferde hier 3 Tage ohne Wasser auskommen! Ich wollte auch brav meinen Apfel mit meinem Pferd teilen, aber es wollte nicht. Grund: sie kennen das nicht und essen keine Äpfel! Am Nachmittag ging es dann auf derselben Insel zu einer Lagune zum Schnorcheln, bunte Fische suchen. Ich hatte mir davor noch eine Kamera für unter Wasser gekauft. Ich bin so schön geschnorchelt und habe auch wirklich unglaublich schöne, außergewöhnliche und bunte Fische gesehen. Eigentlich sollte ich wissen, was ich da gesehen hatte, aber als Pato von den Fischen erzählt hat, war ich damit beschäftigt ohne auf die Nase zu fallen mit den Flossen Richtung Steg zu kommen…;-) Aus irgendwelchen Gründen sind die Tiere hier einfach alle super entspannt. Inkl. der Fische. Es interessiert sie kein bisserl, dass ich der deutsche Touri versucht sie aufs Foto zu bekommen. Da ich mich zwar noch daran erinnern kann, wie das Leben ohne Digitalkamera war, aber nicht mehr damit umgehen kann, dass man nicht einfach mal „alles“ fotografieren kann und sich bei 27 Bildern der Unterwasserkamera einschränken sollte, hatte ich mit erschrecken feststellen müssen, dass ich nun 20 Mal Fische habe, aber nur noch 7 für den Rest. Sehr dumm von mir. Pato hat dann versucht auf der Insel zu erfragen, ob es hier solche Kameras zu kaufen gibt. Die Antworten sind unterschiedlich gewesen. Aber Pato hat dann einen seiner Touri-Guide-Freunden aktiviert und der ist dann mit mir auf dem Motorrad über die Insel gefahren auf der Suche nach einer Kamera! Somit habe ich nicht nur eine neue Kamera bekommen, sondern auch eine wunderbare Motorradfahrt über die Insel!!! Und ich konnte wieder mal die einzige Geschichte, die ich auf Spanisch kann, erzählen: Bier, Oktoberfest,… Mein Fahrer will nun doch nicht nach Paris, sondern nach München. Ich war gut.

Am dritten Tag ging es dann am Vormittag los zum Kultur-Programm, Wall of Tears. Das ist eine Mauer, die von Häftlingen erbaut wurde, die nach Pearl Harbour vom Festland Ecuadors „ausgelagert“ wurden. Das war so eine Art Beschäftigungsmaßnahme bevor sie von den Amerikanern erschossen wurden. Pato kannte sich damit und mit allen Legenden und Gerüchten dazu sehr gut aus und es war irgendwie ein bedrückend, dass Galapagos nicht nur aus glücklichen Tieren besteht, sondern auch einen traurigen historischen Hintergrund hat.  Danach ging es zur Aufzuchtstation von Schildkröten. Leider ist es nämlich so, dass die sich nicht so einfach „draußen“ vermehren. Die Babys werden zu schnell von anderen Tieren gefressen. Daher überlebt es eigentlich kein Schildkrötenbaby. In der Aufzuchtstation gibt es ein paar Mamis und ein paar Papis, von jeder Insel (jede Insel hat seine eigene Schildkröte!!!). Die Eier werden dann bebrütet und dann bleiben sie dort, bis sie etwa vier Jahre alt sind. Dann werden sie in die Freiheit entlassen. So viele Babys!!! Von dort aus ging es dann weiter so den pink Flamingos. Ich weiß nun übrigens, warum sie pink sind… Ist irgendwie lustig zu beobachten, wie sie in ihrem flachen Gewässer im Kreis tanzen. Und dann war der Vormittag auch schon wieder vorbei. Am Nachmittag gab es dann mein persönliches Highlight der Reise. Zuerst sind wir zu einer weiteren Insel gefahren, wo sich die Haie in der Sonne einen schönen Tag machen. Auf dem Weg dorthin haben wir noch Pinguine gesehen und lustige Vögel mit blauen Füßen (mir fällt grad der Name nicht mehr ein). Ist irgendwie so praktisch. Man fährt mit dem Schlauchboot vom Katamaran weg und schon ist alles interessante in Foto- und Beobachtungsnähe da. Die Haie, „white tip sharks“ sind wirkliche Langweiler. Die liegen einfach ganz entspannt über- und aufeinander da und lassen sich durch nichts stören. Dann gings aufs Meer zum Schnorcheln. Ich hab mich also wieder in meinen Anzug geworfen und dann ab mit meiner neuen Kamera ins Meer. Es war unbeschreiblich. Es war eine leichte Strömung, so dass es einen immer hin und her gewogen hat. Dann kam von links eine riesige Wasserschildkröte angeschwommen und hat sich zu mir gesellt. Sie hat mich neugierig beäugt und ist dann noch ein bisserl geblieben. Ich hab mich kaum getraut zu atmen, aber es war unbeschreiblich mit ihr zusammen immer von links nach rechts getrieben zu werden. Auf meiner weiteren Tour bin ich noch weiteren drei Wasserschildkröten begegnet. Einmal hatte eine ihren Kopf genau vor meiner Schwimmbrille. Wahrscheinlich wollte sie mir einmal in die Augen schauen…;-) Dann ist sie zum Fressen gegangen und hat sich brav von mir dabei zuschauen lassen. Mir ist es immer noch unbegreiflich, dass ich die überhaupt nicht störe. Jedenfalls hat sich der Kauf der Kamera mehr als gelohnt und ich hoffe sehr, dass ich euch bald die Bilder zeigen kann. Für mich war das einfach das großartigste überhaupt!!! Am Abend haben wir uns dann wieder mit dem Schiff auf den Weg nach San Cristobal gemacht. Wie schon gesagt, ich mag es sehr wenn es schaukelt. Virginia war es an dem Abend leider zu viel… Aber ich bin eine liebe Krankenschwester und wir haben die Fahrt gut überstanden. Aber die Reise hat sich gelohnt…

Vierter Tag, endlich Sonne!!! Nach bisher nur bedeckten Tagen, hat sich am Sonntag die Sonne in ihrer vollen Pracht gezeigt. Wir sind dann auf die Inseln und eine wunderschönen 3km langen Weg entlang gelaufen. Raus gekommen sind wir dann im absoluten Paradies: feiner weißer Sandstrand, hellblaues Meer, kaum Menschen, Sonne,… wie auf einer Postkarte!!! Besser sogar!!! Am Stand entlang sind wir dann zu einem nicht weniger schönen Nebengewässer gekommen, an dem wir wieder schnorcheln konnten. Zuvor mussten wir aber mit dem Kanu dorthin. Virginia und ich sind ein gutes Team und sind vorbildlich gepaddelt. Am „place to be“ angekommen ging es dann mit den restlichen Bildern meiner Kamera ins Wasser. Sinn des Ganzen war es Haie zu sehen. Dass die dann auch wirklich da sind… damit hätte ich nicht gerechnet. Mir wurde schon ein wenig komisch, als dieses Tier unter mir durch schwamm, aber auch diese Tiere sind so gänzlich uninteressiert an mir! Etwa acht „white tip sharks“ haben sich dort schon wieder einen faulen Vormittag gemacht. Was die den ganzen Tag wohl so machen, würde mich wirklich interessieren… Jedenfalls war es ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Und allein schon der Gedanke an diesen Strand zurück…  Am Nachmittag ging es dann sportlich weiter. Mountainbike. Sind auf eine Berg hochgefahren worden und konnten dann mit den Mountainbikes bergab fahren. Also gar nicht mal so anstrengend. Interessant ist jedoch, dass man beim fahren ganz schön aufpassen muss, dass man nicht gegen eine Schildkröte fährt. Die kreuzen nämlich gerne den Weg dort. Irgendwie merkwürdig. Unten angekommen war dann im Nationalpark ein Bereich, in dem sie die Riesenschildkröten aufhalten und bei Wasser und ein wenig Schatten ihr Leben genießen. Es ist interessant sich neben eine zu setzen, ihr beim unglaublich langsam essen zuzusehen und darüber nachzudenken, dass dieses Lebewesen etwa 130 Jahre alt ist, große Kriege, Vulkanausbrüche, Erdbeben,… alles überlebt hat. Und dabei ist ihr Leben noch lange nicht zu Ende. Es sind wirklich sehr schöne, v.a. im Detail, und interessante Tiere. Pato hat mir viel darüber erzählen können und es ist faszinierend. Trotzdem würde ich gerne wissen, was sich die Tiere bei meinem Anblick wohl denken…

 

Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei und der letzte Tag kam schneller als erwartet. Wir hätten es, abgesehen von der Familie, die zum Glück jedoch am Montag abgereist ist, noch sehr viel länger aushalten können. Vor unserem Flug am Mittag ging es noch zum wohl berühmtesten Bewohner der Galapagos Inseln: lonesome George, der letzte seiner Art und entgegen aller Vermutungen doch nicht homosexuell, sondern einfach nur unfruchtbar. Wirklich sehr schade. Aber er hat ein schönes Leben dort und wartet darauf, bis es die zuständigen Menschen dort moralisch verantworten können, ihn zu klonen. Aber sie haben ja noch ein wenig Zeit. Er ist erst so etwa 100 Jahre alt. Also nichts überstürzen…;-)

 

 Ich bin sehr froh, dass wir diese Reise gemacht haben. Galapagos ist so sehr viel mehr als nur Foto von niedlichen Tieren machen. Dank unserem Guide Pato habe ich viel über die Geschichte, die Entstehung, die verschiedenen Tiere (woher sie ursprünglich kommen, warum sie so aussehen, ihre Besonderheiten,&hellip, die Menschen auf den Inseln, usw. gelernt. Ohne jemanden, der einem die Einzigartigkeiten dieser Inseln erklärt ist es wahrscheinlich nur halb so interessant. Auch mit den Leuten dort auf dem Schiff hatten wir viel Spaß. Und Elia, das Mädchen für alles auf dem Katamaran, kann wirklich gute Cocktails machen…;-) Nachts kann man Mond und Sterne unglaublich klar und groß sehen. Und der Sonnenuntergang ist schon fast ein wenig zu kitschig. Ich habe es sehr genossen dort. Es macht einen nachdenklich zu sehen, wie ein Ort auf der Welt sein könnte, wenn der Mensch nicht überall seine Finger mit im Spiel hätte. Es ist ein unglaubliches Paradies dort. Und neben den „Klassiker-Tieren“  entdeckt man eigentlich immer wieder etwas besonderes oder neues. Ich könnte noch ewig davon erzählen… und werde natürlich sobald ich wieder daheim ungefragt ständig davon weiter erzählen und berichten.

 

Falls jemand mit dem Gedanken spielt Galapagos bereisen zu wollen, dann nicht lange darüber nachdenken, sondern anfangen zu sparen und dann einfach machen!!!   

 

Falls nun der Anschein aufkommen sollte, dass es mir viel zu gut geht, habe ich dem auch etwas entgegen zu halten. Ich gehe mal davon aus, dass ich mir meinen rechten Ringfinger gebrochen habe. Am ersten Tag wollte ich unser Dachfenster aufm Schiff schließen und es fiel ungebremst auf meinen Finger. Am Abend sah er wirklich besorgniserregend aus. Aber irgendwo zwischen zwei Inseln hat man auch nicht so viele Möglichkeiten. Das vordere Drittel war tief blau/schwarz und richtig dick. Die Farbe hat dann langsam Richtung Hand nachgelassen. Wirklich gerade ist das letzte Drittel leider nicht mehr… Aber dank des 0,30 $ Alkohols aus dem Supermarkt und Wind auf dem Schiff konnte ich ihn gut kühlen und ich kann auch alle Gelenke bewegen. Ich denke es ist halb so wild und selbst wenn, kann ich hier jetzt eh nichts machen. So lange Schmerz Gefühl und Farbe unterm Nagel ist, ist alles gut. Ist nur einfach nervig. Zudem ist es nicht angenehm bei Sonnenbrand ungefähr überall (schnorcheln ist gemein was Sonnenbrand betrifft) den riesen Rucksack zu schleppen. Es ist wirklich sehr unschön!!! Zudem pflege ich noch meine Surfandenken. Aber ansonsten geht es mir aber blendend!!!

 

Nach einer etwas nervigen Nacht in Guayaquil bin ich nun wieder im Paradies in Montanita angekommen. Guayaquil hat mich echt genervt. Alles ist vergittert. Inkl. der kleinen Läden auf der Straße. Ich dachte erst, sie wären geschlossen. Ich habe dann herausgefunden, dass man einfach rein rufen muss und dann kommt jemand und reicht einem was man möchte durch die Gitter. Ich wollte mir eigentlich nur Wasser kaufen… Mein Zimmer war wiedermal total vergittert und man konnte kein Fenster öffnen. Drei Schlösser bis man endlich drin ist. Ich habe mich natürlich nach 10 min erst mal ausgeschlossen und mehrere Menschen gebraucht (die Suche nach dem richtigen Schlüssel) bis ich wieder rein konnte. Dabei wurde mir auch gesagt, dass ich besser nicht alleine raus gehen sollte. Taxi von der Straße auch nicht nehmen, sondern nur übers Hotel bestellen, usw. Sowas nervt doch. Immerhin hatte ich Internet. 

Da die Frage aufkam, warum die Menschen in Guayaquil so groß sind im Vergleich zu den restlichen Ecuadorianern, möchte ich zum Abschluss noch darauf eingehen: Guayaquil ist eine Hafenstadt und somit Anlaufpunkt für viele Händler gewesen. Viele von denken sind aus der Türkei gekommen um Stoffe, Gewürze, usw. zu verkaufen und haben sich dann dort angesiedelt, bzw. vermischt. Daher sind die Menschen dort im Vergleich etwas größer. An der Küste hingegen sind die Menschen verhältnismäßig klein und sehen etwas anders aus. Grund dafür ist, dass die Küste Ecuadors sehr stark von Philippinen und Menschen aus China bevölkert wurde. Das war so die ganz grobe Kurzfassung ecuadorianischer Bevölkerungskunde. Für mehr Information brauche ich noch mal eine Woche Sprachkurs…;-)

 

Bis Sonntag werde ich wohl sicher noch hier bleiben und danach… ich weiß es immer noch nicht. Ich habe viele Ideen, aber ich kann mich noch nicht so recht entscheiden. Aber ich bin mir sicher, dass mir was einfallen wird! Jedenfalls fühle ich mich wiedermal sehr wohl hier. Es sind noch viele Menschen hier, die ich von vorher kenne und ich mach nun einfach nur Urlaub…

 

Ich werde euch auf dem Laufenden halten… und da ich nun auch Internet hier in den Cabanos habe, ist jeder Skype Gast herzlich willkommen…

17.11.11 00:20
 


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